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Lageplan

Gartenbauschule Hünibach
Chartreusestrasse 7
3626 Hünibach

Anreise

PW: Autobahnausfahrt Thun Nord, weiter in Richtung Gunten bis Hünibach. In der Chartreusestrasse links abbiegen. Wenige Parkplätze sind vorhanden.

ÖV: Bus Linie 21 ab Bahnhof Thun Richtung Oberhofen/Interlaken bis Haltestelle Hünibach Chartreuse. Fahrplan via SBB.ch


«Mobile first»: Unsere neue Website

Anfang September ging unsere neue Website online. Manche werden sich fragen: Musste das sein? Websites kosten Geld – und: Ja, es musste sein. Im Interview erklären die «Macher», warum.

von Claudia Fahlbusch







 

Als unsere alte Website vor sieben Jahren online ging, war sie topmodern. Im Laufe der Jahre wuchs sie sozusagen organisch. Immer mehr Inhalte kamen dazu, und allmählich wurde es unübersichtlich. Wir mussten jäten und Manches zurückstutzen, um dem Wildwuchs Einhalt zu gebieten. Zudem wurde die alte Website je länger, je weniger den Bedürfnissen junger Leute gerecht - und die sind nun mal meistens via Smartphone zu erreichen.

Ebenso wie unsere Pflanzen ist auch unsere neue Website «vo hie»: Sie entstand als Gemeinschaftswerk in Thun und Hünibach. Wir besuchten Grafiker Hans Kühne (links im Bild) sowie Nicole Gugger und Thomas Rathgeb von «Eat like an Elephant» (Konzept) im Coworking-Space «Frachtraum» beim Bahnhof Thun. Im Interview erzählen sie, warum die neue Website nötig war und was heute anders ist als früher.

Warum brauchte die Gartenbauschule eine neue Website?
Thomas Rathgeb: Die Gartenbauschule ist in erster Linie eine Bildungsinstitution. Sie will junge Leute erreichen, die sich für eine Ausbildung interessieren. Gerade diese Zielgruppe wurde aber mit der alten Website eher weniger angesprochen.

Was finden die Jungen denn ansprechend?
Thomas Rathgeb: Heute gibt es viel mehr Website-Zugriffe über mobile Geräte, ganz besonders bei den jungen Leuten. Der Trend heisst «mobile first». Man schaut also, dass eine Website auf mobilen Geräten und entsprechend kleinen Displays gut aussieht und einwandfrei funktioniert. Websites, die fünf oder mehr Jahre alt sind, funktionieren zwar auch, aber sie sind nicht für mobile Geräte optimiert. Das fängt schon bei der Anordnung der Inhalte an. Heute will man mehr scrollen und weniger klicken. Und man will Bilder und Videos sehen.

Was heisst das für das Design?
Hans Kühne: Die grosse Herausforderung ist, dass das Design sowohl auf kleinen wie auf grossen Displays genau gleich funktioniert, gleich aussieht und nicht an Wertigkeit verliert. Es braucht auf allen Geräten eine klare Leser/innen-Führung, und die «Buttons», die man anklicken kann, müssen klar sein. Nutzer/innen wollen genau wissen, was passiert, wenn sie irgendwo klicken.

Wie seid ihr vorgegangen?
Nicole Gugger: Wir wollten zunächst das Unternehmen verstehen und vor allem dessen Kundinnen und Kunden: Wer bewegt sich wie auf dieser Website? In Workshops mit der Gartenbauschule ermittelten wir deren Bedürfnisse und klärten Positionierung und Werte. Prioritär waren der Bildungsbereich sowie die Schwierigkeit, verschiedene Angebote wie Ausbildung und Verkauf auf eine Plattform zu bringen, so dass alle Zielgruppen angesprochen und abgeholt werden.

Welche Bedeutung hatte diese konzeptionelle Vorarbeit für das Design?
Hans Kühne: Das war für mich sehr wertvoll, denn ich wusste genau, wie der User-Flow ist, also die Art und Weise, wie sich Nutzer/innen auf der Website bewegen. So konnte ich viel schneller und gezielter arbeiten. Mit dem ersten Entwurf machten wie sozusagen eine Punktlandung, weil die Gartenbauschule von Anfang an miteinbezogen war. Dieses Coworking entspricht ja auch dem «Spirit» der Gartenbauschule: Gemeinsam erreicht man mehr als alleine.

Worauf habt ihr bei Inhalt und Design geachtet?
Nicole Gugger: Wir haben mit Personas gearbeitet und darauf geachtet, dass diese schnell und einfach dorthin gelangen, wo sie hin wollen. Vorher war es mehr so wie eine Innenansicht der Gartenbauschule, die zeigte, wie sie organisiert und strukturiert ist. Es gab sehr viele Inhalte, aber wir wählten den Ansatz: Wie funktionieren die Besucher/innen auf der Website? Wer will was wissen, und wie kommen alle schnell ans Ziel?

Hans Kühne: Beim Design setzten wir bewusst auf zweispaltige Gestaltung, damit die Darstellung auf mobilen Geräten einfacher geht und bedienerfreundlicher ist. Der Hintergrund ist jetzt nicht mehr ganz weiss, sondern geht ins Beige, ins Natürliche, und mit dieser farblichen Tonalität werden bereits Emotionen geweckt. Die Workshops und eine Führung durch den Betrieb haben mir klar gemacht, dass das Eckige, Harte, nicht zur Gartenbauschule passt. Aus diesem Prozess heraus entstanden auch das Redesign des Logos, die Neugestaltung der Geschäftsdrucksacken und die neue Beschilderung im Betrieb. Es ist jetzt alles wie aus einem Guss.

Was ist auf der neuen Website besser?
Hans Kühne: Die Inhalte wurden gebündelt. Wer sich für eine Lehrstelle interessiert, hat jetzt über einen «Button» Zugriff auf alle wichtigen Informationen und muss sich diese nicht über verschiedene Links und Klicks zusammensuchen.

Nicole Gugger: Auch für diejenigen, die eine Dienstleistung beziehen wollen, ist es übersichtlicher geworden. Informationen wie zum Beispiel die Öffnungszeiten sieht man sofort.

Thomas Rathgeb: Es ist übersichtlicher geworden, und das ist insbesondere deshalb wichtig, weil die Gartenbauschule Verschiedenes anbietet. Es ist ja keine Website, auf der ausschliesslich Socken verkauft werden. Es gibt verschiedene Gruppen von Nutzer/innen, und diese werden mit einer klaren Struktur besser abgeholt. Zudem ist das «Look & Feel» jetzt frischer und moderner, und die Website funktioniert auch technisch besser. Auch an zukünftige Ansprüche haben wir gedacht: Die Website erlaubt organisches Wachstum, ohne dass man alles umstellen muss, wenn sich im Betrieb etwas verändert.

Vielen Dank für das Gespräch!