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Lageplan

Gartenbauschule Hünibach
Chartreusestrasse 7
3626 Hünibach

Anreise

PW: Autobahnausfahrt Thun Nord, weiter in Richtung Gunten bis Hünibach. In der Chartreusestrasse links abbiegen. Wenige Parkplätze sind vorhanden.

ÖV: Bus Linie 21 ab Bahnhof Thun Richtung Oberhofen/Interlaken bis Haltestelle Hünibach Chartreuse. Fahrplan via SBB.ch


Was hat der Kirschlorbeer im Wald verloren?

Invasive Neophyten sind «fremde» Pflanzen, die sich unkontrolliert vermehren und einheimische Pflanzen verdrängen. Die Lernenden des 1. Lehrjahrs der Gartenbauschule Hünibach rückten im Spätsommer aus, um der Invasion im Burgerwald der Gemeinde Hilterfingen Einhalt zu gebieten. Hier berichten sie darüber.

von Team GSH











 

«Als invasive Neophyten werden Pflanzen bezeichnet, die sich unkontrolliert vermehren und den einheimischen Pflanzen im Wald oder im Garten den Platz wegnehmen. Auch sollte man anmerken, dass es Pflanzen aus dem Ausland sind.»
Sean Grossmann

Ungeladene Gäste im Hilterfinger Wald

«Zwischen ungestümen Brombeerenstauden wuchert der invasive Neophyt Sommerflieder, seine lila Blüten riechen verlockend und sind ein Augenschmaus. Den Waldarbeitern ist er jedoch ein Dorn im Auge, denn er und weitere Neophyten wie der Kirschlorbeer sind im Burgerwald Hilterfingen ungeladene Gäste. Sie verdrängen die heimischen Wildpflanzen im Forst. Durch ihr oberflächiges Wurzelgeflecht gefährden sie den Untergrund und begünstigen Erosion. Der Kirschlorbeer besitzt tief verwurzelte Rhizome, die sich in alle Richtungen verzweigen. Er ist in vielen Gärten zu finden, bei regelmässigem Schnitt eigentlich unproblematisch, jedoch sobald er in den Wald kommt, wird er zum Problem.»
Sophie Honegger

«Die Lernenden der Gartenbauschule gehen an die Arbeit und finden bald heraus, dass es sich um eine harte Sache handelt. Es gibt Brombeersträucher, die um den Sommerflieder gewachsen sind; deren Dornen sind sehr scharf. Einzelne tragen kurze Arbeitshosen und T-Shirts, dadurch kommen sie die Dornen noch mehr zu spüren und kriegen Kratzer.»
Shannon Keala Chiffelle

Das Übel an der Wurzel packen

«Mit Hilfe von Forstwart Erich Adler und seinen Helfern Gian Luca, Michu und Silvan konnten wir viele der invasiven Neophyten meist mit der Wurzel ausreissen. Mit verschiedenen Werkzeugen wie Pickel oder Habegger schafften wir dies meist mühelos. Dank der super Verpflegung von der Burgergemeinde waren wir top fit.»
Lora Ibishi

«Der Sommerflieder wächst nur an sonnigen Orten. Es ist fast unmöglich, ihn auszurotten, weil er grosse Blüten hat, und das heisst, es gibt viele Samen. Die kleinen Bäume unter den Sommerfliedern haben fast keine Chance zu wachsen, weil sie kaum Licht haben.»
Sven Zbinden

«Der Kirschlorbeer wird in Gärten gerne als Hecke gepflanzt, weil er auch im Winter noch seine grünen Blätter behält. Da er keine natürlichen Dezimierung kennt, verbreitet er sich schnell und fast unaufhaltsam durch die Versamung und verdrängt so einheimische Pflanzen. Die Lernenden wurden dafür sensibilisiert, dass bestimmte Hausgartenpflanzen problematisch für die Natur werden können.»
Inès Jacot-Guillarmod

Mit Pickel, Scheren und Sicheln

«Der Sommerflieder gefährdet den Hang für einen Hangrutsch, da die Pflanze nicht tiefe Wurzeln schlägt. Der Kirschlorbeer dagegen bildet hartnäckige, grosse und tiefe Wurzeln. Manchmal mussten wir ihn abschneiden anstatt ausgraben, was nicht ganz so nachhaltig wirkt, da er wieder neue Triebe bilden kann, aber es ist immer noch besser, als ihn stehen zu lassen.»
Lisa Leuthold

«Mit Pickel, Säge, Scheren und Sicheln ausgerüstet gingen wir ans Werk. Bis zum Mittag hatten wir es geschafft, einen Teil des Bachlaufs unterhalb des Forsthauses von Sommerflieder zu befreien. Am Nachmittag ging es dann dem Kirschlorbeer an den Kragen.»
Lisa Bärtschi

Neophyten gehören nicht in unsere Gärten

«Am Abend sahen wir uns die erfolgreiche Arbeit an, hatten müde Hände und Arme vom Arbeiten und waren erstaunt, dass wir gemeinsam so viel erreicht hatten. Wir blicken auf einen gelungenen Ökologieeinsatz zurück und bedanken uns für das nahrhafte und grosszügige Znüni, das von der Burgergemeinde spendiert wurde.»
Orsina Markwalder

«Hoffentlich wird das Bewusstsein in den kommenden Jahren immer mehr wachsen, dass Neophyten zwar schön sein können, aber sie gehören nicht in unsere Gärten.»
Janka Merfelsz