Gartentipps Gartenbauschule Hünibach

Die heissen Sommertage sind inzwischen sonnigen, schon leicht herbstlichen Tagen mit angenehmen Temperaturen und kühlen Nächten gewichen. Ideale Wachstumsvoraussetzungen im Garten.

Von Renate Lorenz

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Optimale Bedingungen für Lagergemüse (Foto: GSH)

Tagsüber können die Pflanzen viel Fotosynthese betreiben und Zucker aufbauen, nachts verbrauchen sie durch die tiefen Temperaturen wenig Energie. Diese Bedingungen sind optimal, vor allem für unsere Lagergemüse, denn diese können jetzt so noch richtig zulegen. Natürlich nur, wenn auch genügend Wasser im Boden vorhanden ist.

Weniger oft giessen, aber mehr aufs Mal

Ein alter Gärtnerspruch sagt: Einmal hacken spart dreimal giessen. Die Praxis in den Gärten sieht häufig anders aus: Jeden Tag ein wenig Wasser, möglichst breitflächig mit der Brause. Damit werden nur die Pflanzen und die Luft befeuchtet. In den Boden eindringen tut wenig von dem Wasser. Zudem verschlämmt die Oberfläche.

Darum lieber viel Wasser auf einmal geben (10 bis 20 l pro m2). Das reicht dann einige Tage bis eine Woche. Wichtig ist, dass danach die Bodenoberfläche gelockert wird! So bleibt das Wasser im Wurzelraum, statt an der Bodenoberfläche zu verdunsten. Gleichzeitig hilft das Hacken, die Beikräuter zu regulieren und spart später mühsames Jäten.

Giessen am besten in den Morgenstunden

Graben sie nach einer Wassergabe ruhig mal zwischen den Pflanzen im Boden und schauen sie, wie weit das Wasser eingedrungen ist. Wenn nur die oberen 5 bis 10 Zentimeter nass sind, lohnt es sich, noch mehr Wasser anzuschleppen oder einen Regner aufzustellen. Dies tun Sie im Herbst am besten in den Morgenstunden, damit die Pflanzen bis zum Abend wieder trocken sind. Sonst droht der verstärkte Befall mit Pilzkrankheiten.

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