Ein mörderischer Abend in der Gartenbauschule

Am Freitag, 29. August, findet in der GSH wieder der beliebte Krimi-Abend statt. Vorgestellt werden Krimis für Anfänger und Fortgeschrittene, und bei der Führung durch die Gartenbauschule widmen wir uns insbesondere dem schauerlichen Thema «Giftpflanzen». Kommen Sie vorbei, wenn Sie sich trauen!

Von Claudia Fahlbusch

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Impressionen vom Krimi-Abend 2013: Grossaufmarsch des Publikums! (Foto: GSH)

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«Der Mörder ist immer der Gärtner» – warum eigentlich? Wir haben recherchiert und festgestellt, dass das geflügelte Wort von Liedermacher Reinhard Mey stammt. Laut Wikipedia ist es eine Parodie auf populäre Stereotypen in Kriminalromanen und -filmen, insbesondere auf die in den 1960er Jahren beliebten Edgar-Wallace- und Agatha-Christie-Verfilmungen.

Eine andere interessante Erklärung fanden wir in dieser Blog-Diskussion, wo in einem Beitrag zu lesen steht, dass es sich beim «Gärtner» um den jeweiligen obersten Palastgärtner des Sultans von Konstantinopel handelte, der gleichzeitig auch die Funktion des obersten Henkers inne hatte.

Ob es stimmt? Wenn Sie eine bessere Erklärung haben, freuen wir uns über Ihren Kommentar!

Giftmord im Kräutergarten!

Wie dem auch sei: Die Gartenbauschule bietet jedenfalls eine ideale Kulisse für den Krimi-Abend vom Freitag, 29. August. «Giftmord im Kräutergarten» lautet das mörderische Motto. Mehr über Giftpflanzen erfahren Sie von der Buchhändlerin und Floristin Manuela Tschan, die Sie durch die Gartenbauschule führt. Zuständig für die Bücher ist Regula Tanner, freie Journalistin und mobile Buchhändlerin.

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Regula Tanner, Journalistin und Buchhändlerin, stellt die Krimis vor. (Foto: Peter Mosimann)

Tipps für Krimi-Einsteiger

Regula Tanner stellt Ihnen rund 15 spannende, witzige, düstere und haarsträubende Krimis vor. Die Auswahl erfolgt mit Herzblut: «Die Bücher, die ich vorstelle, müssen mir selber gefallen», berichtet Regula Tanner. Sie achtet darauf, dass für jeden etwas dabei ist – auch für Leserinnen und Leser ohne Krimi-Erfahrung, Einsteiger sozusagen: «Nicht in jedem Krimi geht es rabiat zu und her. Wer es einmal versuchen möchte, dem empfehle ich beispielsweise die Krimis von Felicitas Mayall und ihrer Kommissarin Laura Gottberg, oder die bretonischen Krimis von Jean-Luc Bannalec, der einem mit seinen Landschaftsbeschreibungen gleichzeitig Lust auf die Bretagne macht.»

Für Fortgeschrittene: die Krimis aus dem Norden

Hartgesottene wenden sich eher gegen Norden: «Die nordischen Krimis sind tendenziell ziemlich ‘strub’ und eher nicht so geeignet für zarte Gemüter», weiss die Buchhändlerin. Da spritzen schon mal ordentlich Blut und Innereien, von der Gerichtsmedizin erfährt man grausliche anatomische Details, es geht um schauderhafte Abgründe der menschlichen Seele und stimmungsmässig kommt das Ganze eher düster und morbid daher.

Das muss aber nicht sein: «Es gibt viele humorvolle oder auch sozialkritische Krimis, bei denen es keineswegs nur um Mord und Totschlag geht», sagt Regula Tanner und nennt als Beispiele Martin Walkers Bücher über Bruno, Chef de police oder den Krimi Teufelsfrucht von Tom Hillenbrand. Und sie verrät auch zwei ihrer persönlichen Favoriten, nämlich Der Mann, der kein Mörder war (Hjorth/Rosenfeldt) und Bruder Kemal (Jakob Arjouni).

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Unter kundiger Führung geht es durch die Gartenbauschule. (Foto: GSH)

Neuheiten – auch aus der Region

Am Krimi-Abend stellt Regula Tanner bekannte Krimis vor und Neuheiten, auch aus der Region und aus der Schweiz allgemein. Sogar ein ganz druckfrisches Werk ist dabei, das genau an diesem Tag erscheint – aber mehr wird jetzt noch nicht verraten!

Die Krimis werden in drei Blöcken vorgestellt, und im Anschluss daran sind Sie herzlich zum Apéro eingeladen. Alle vorgestellten Bücher können Sie an Ort und Stelle kaufen. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher!

Krimi-Abend am Freitag, 29. August 2014, 19.30 bis ca. 21 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. 

Die Details (Anreise, PDF des Flyers usw.) finden Sie im Veranstaltungskalender

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