Gärtner/in werden? Wir haben Lehrstellen!

Wussten Sie, dass die Gartenbauschule Hünibach die einzige biologisch-dynamische Gartenbauschule der Schweiz ist? Und dass hier 54 Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen? Diesen Sommer startet wieder eine neue Klasse mit 18 Lernenden – und es sind noch Plätze frei! Erstmals bilden wir auch Gärtner/-innen in Fachrichtung Stauden aus.

Von Claudia Fahlbusch

GARTENBAUSCHULE
Gärtner/innen sind viel draussen – aber nicht nur! (Foto: Béatrice Devènes)

EFZ Gärtner/in Fachrichtung Zierpflanzen oder Stauden

Junge Gärtnerinnen und Gärtner können bei uns eine breit gefächerte Ausbildung absolvieren. Diese wird mit einem eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Gärtner/in Fachrichtung Zierpflanzen oder als Gärtner/in Fachrichtung Stauden abgeschlossen. Lernende mit Matura oder abgeschlossener Berufsbildung können die Ausbildung in zwei Jahren absolvieren. Der Unterricht erfolgt für angehende Zierpflanzengärtner/innen im ersten Lehrjahr an unserer internen Berufsfachschule.

Unsere Lernenden arbeiten hauptsächlich im Kernbereich Zierpflanzen oder Stauden. Zusätzlich sind sie in den Bereichen Verkauf und Floristik sowie im Gemüsebau tätig – mit immer wieder anderen Lernenden auch aus anderen Lehrjahren und bei immer wieder anderen Ausbildenden.

GARTENBAUSCHULE
Schauen, wie es wächst … (Foto: Béatrice Devènes)

«Was tun eigentlich Gärtner/innen?»

Als Gärtner/in EFZ Fachrichtung Zierpflanzen vermehren und kultivieren Sie verschiedene Zierpflanzen für den Innen- und Aussenbereich durch Aussaat, Teilung oder Vermehrung mit Stecklingen. Sie arbeiten im Gewächshaus und im Freien. Die Arbeit ist vielfältig: Das Bepflanzen und Pflegen von Innenbegrünungen, Gefässen, Rabatten und Friedhöfen gehört ebenso dazu wie das Überwintern mediterraner Kübelpflanzen.

Gärtner/innen der Fachrichtung Stauden vermehren und kultivieren Blütenstauden, Sumpf- und Wasserpflanzen, Gewürz- und Heilkräuter, Ziergräser und Farne. Ihre Kundschaft beraten sie zu den Lebensgemeinschaften von Stauden und zu deren Verwendung.

Während der Ausbildung arbeiten die Lernenden bei uns in den verschiedenen Bereichen des Betriebs mit: Zierpflanzen, Stauden, Verkauf und Floristik, Gemüsebau und teilweise Gartenbau/Landschaft. Hinzu kommt ein achtmonatiges externes Betriebspraktikum. Wir bilden Fachleute mit breiten gärtnerischen Kenntnissen aus. Ihnen stehen später im Berufsleben viele Türen offen.

Gartenbauschule Hünibach.
Auch Büffeln im Klassenzimmer gehört dazu. (Foto: Béatrice Devènes)

Zusammenhänge erkennen und verstehen

Die praktische Ausbildung im Betrieb der Gartenbauschule erfolgt in verschiedenen Bereichen der GSH: Zierpflanzen, Stauden, Verkauf und Floristik, Gemüsebau sowie Gartenbau/Landschaft.

An der GSH erhalten die Lernenden zusätzlich Unterricht in den Fächern Gemüsebau und biologisch-dynamische Grundlagen. Ergänzt wird die Fachausbildung durch Blockwochen, Exkursionen und Zusatzangebote wie Chorsingen oder Theaterprojekte. Der Unterricht fördert selbstständiges Arbeiten und stärkt die persönliche Urteilskraft. Wir vermitteln Grundlagen, damit die Lernenden Zusammenhänge erkennen und verstehen. Die erworbenen Kenntnisse sollen sie in der praktischen Arbeit umsetzen können.

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Arbeit im Gewächshaus. (Foto: Béatrice Devènes)

Halbzeit: das externe Praktikum

Zwischen dem 2. und dem 3. Ausbildungsjahr absolvieren die Lernenden während acht Monaten ein externes Betriebspraktikum in ausgewählten Zierpflanzengärtnereien. Dabei lernen sie einen anderen Betrieb und dessen Gegebenheiten besser kennen, wenden Gelerntes an, vertiefen ihre Kenntnisse und verbessern ihre Fähigkeiten. Wenn sie an die GSH zurückkehren, präsentieren sie den Daheimgebliebenen ihre Praktikumsbetriebe und berichten von ihrem Leben «in der Fremde» – zum Beispiel hier in diesem Beitrag oder im Interview mit zwei Lernenden.

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Gemeinsame Mahlzeiten in der Mensa. (Foto: Béatrice Devènes)

Mensa und Internat

Gemeinschaft wird gross geschrieben an der Gartenbauschule Hünibach. Gutes Essen, fröhliches Beisammensein und der Austausch untereinander gehören zum Leben und Lernen in der Gartenbauschule. Die GSH-Köche verpflegen in der Mensa intern und extern wohnende Lernende, Lehrkräfte, Mitarbeitende und Gäste mit gesunder, saisongerechter Biokost – und natürlich mit eigenem Gemüse!

An der Gartenbauschule gibt es auch ein Internat. Für die Lernenden stehen Ein- und Zweibettzimmer zur Verfügung. Das Internat ist von Montag bis Freitag geöffnet und wird während dieser Zeit über Nacht betreut. In besonderen Fällen ist eine Benutzung auch über das Wochenende möglich.

Es gehört zur Philosophie der Gartenbauschule, das Miteinander auch auf menschlicher Ebene zu fördern, denn: «Jede und jeder ist mit dem eigenen Denken, Fühlen und Handeln ein Teil der Kraft, die unsere Gemeinschaft formt und stärkt», heisst es anderswo auf dieser Website.

Mehr über den Alltag der Lernenden an der GSH erfahren Sie hier!

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Gartenarbeit ist vielfältig. (Foto: Béatrice Devènes)

Führungen und Info-Veranstaltungen für Interessierte

Wer sich für die Ausbildung an der Gartenbauschule Hünibach interessiert, dem sei die Teilnahme an einer öffentlichen Führung empfohlen. Dabei gewinnen Sie einen Einblick in den Betrieb, erfahren Interessantes rund um die Ausbildung und um den Gärtnerberuf und können an Ort und Stelle Fragen stellen. Die Führungen sind jeweils unter Veranstaltungen aufgeführt.

Weiterlesen:

– Alles über die Ausbildung an der GSH

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