Gärtner/in werden? Wir haben Lehrstellen!

Gärtner/in lernen an der biologisch-dynamischen Gartenbauschule Hünibach? Für Sommer 2015 sind noch Lehrstellen frei. Im Rahmen einer öffentlichen Info-Führung durch die Bio-Schule am Thunersee werden die Örtlichkeiten und die Ausbildung vorgestellt.
Von Claudia Fahlbusch

© 2013 Béatrice Devènes
Mensch, Natur und Technik: Der Gärtnerberuf ist vielseitig. (Foto: GSH)

Was machen eigentlich angehende Gärtner/innen an der Gartenbauschule Hünibach? Sie vermehren und kultivieren verschiedene Zierpflanzen für den Innen- und Aussenbereich durch Aussaat, Teilung oder Vermehrung mit Stecklingen. Die Arbeit ist vielfältig: Das Bepflanzen und Pflegen von Innenbegrünungen, Gefässen, Rabatten und Friedhöfen gehört ebenso dazu wie das Überwintern mediterraner Kübelpflanzen. Gearbeitet wird im Gewächshaus und im Freien. Neu angeboten werden ab Sommer 2015 die Ausbildung Fachrichtung Stauden sowie ab 2016 die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau.

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Auch Büffeln gehört dazu. (Foto: Claudia Fahlbusch)

Fachleute mit breiten gärtnerischen Kenntnissen

Während der Ausbildung an der Gartenbauschule arbeiten die Lernenden in den verschiedenen Bereichen des Betriebs mit: Zierpflanzen und Stauden, Verkauf und Floristik, Gemüsebau und Gartenpflege. Hinzu kommt ein achtmonatiges externes Betriebspraktikum. Die GSH bildet Fachleute mit breiten gärtnerischen Kenntnissen aus. Ihnen stehen später im Berufsleben viele Türen offen.

Diplom nach drei oder zwei Jahren

Die Ausbildung wird nach drei Jahren mit einem eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Gärtner/in Fachrichtung Zierpflanzen oder Stauden (Garten- und Landschaftsbau ab 2016) abgeschlossen. Lernende mit Matura oder abgeschlossener Berufsbildung können die Ausbildung in der Fachrichtung Zierpflanzen in zwei Jahren absolvieren.

Führung durch Schule und Gärtnerei

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Renate Lorenz (Foto: GSH)

Jedes Jahr beginnen zirka 20 junge Menschen die Ausbildung an der Gartenbauschule Hünibach, der Bio-Schule am Thunersee. Damit sie eine Vorstellung vom Beruf und von der Gartenbauschule gewinnen können, finden regelmässig öffentliche Info-Führungen statt. Angesprochen sind nicht nur interessierte Jugendliche, sondern ebenso ihre Eltern, interessierte Lehrkräfte, Berufsberatende und generell alle, die gerne einen Einblick in die Gartenbauschule und in die Ausbildung haben möchten. Der Besuch ist selbstverständlich unverbindlich.

Direktorin Renate Lorenz stellt die Schule, die Ausbildungsinhalte und den Ablauf der praktischen Ausbildung vor. Auf einem Rundgang durch die Gärtnerei und über die Felder in Hünibach lernen die Teilnehmenden der Führung den Betrieb und die Örtlichkeiten kennen. Ebenfalls besprochen werden praktische Aspekte wie der Ablauf des Bewerbungsverfahrens, die Arbeitszeiten usw. Auch Fragen der Besucher werden an Ort und Stelle beantwortet.

© 2013 Béatrice Devènes
Gärtner/innen beobachten die Natur und lernen von ihr. (Foto: GSH)

Schulischer Unterricht

Im Durchschnitt kommt auf eine Woche ein Schultag; praktische Arbeit und Schulblöcke wechseln sich während der gesamten Ausbildung ab. Die Lernenden erhalten zusätzlich Unterricht in den Fächern Gemüsebau und biologisch-dynamische Grundlagen. Ergänzt wird die Fachausbildung durch Blockwochen, Exkursionen und Zusatzangebote wie Chorsingen oder Theaterprojekte.

© 2013 Béatrice Devènes
Hegen und pflegen gehört zum Gärtnerberuf. (Foto: GSH)

Lernen und arbeiten in Gemeinschaft

Die Gartenbauschule Hünibach versteht sich als eine Gemeinschaft, zu deren Wachstum alle beitragen, die hier leben und arbeiten. Sie baut auf Eigenverantwortung und Wertschätzung. Gepflegt wird die Zusammengehörigkeit unter anderem mit gemeinsamen (Bio-)Mahlzeiten in der Mensa und durch das Internat, wo Lernende in Ein- oder Zweibettzimmern während der Ausbildung wohnen können.

Zu den Terminen für die nächsten Führungen

Um Anmeldung wird gebeten, telefonisch oder online.

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