Nur Gärtner wissen im Voraus, was ihnen blüht…

Weihnachtssterne im Sommer, Geranien im Winter: Unsere Zierpflanzengärtner sind den Jahreszeiten voraus, damit wir Sie mit saisonalen Blütenpflanzen erfreuen können. Doch was zum Verkauf steht, braucht monatelange Vorbereitung.
Von Irene Kropf

Huenibach 17.03.2014 - GARTENBAUSCHULE HÜNIBACH, Maerz 2014. Photo by Béatrice Devènes
Es ist ein langer Weg vom Samen bis zur verkaufsfertigen Pflanze. (Foto: Béatrice Devènes)

Wussten Sie, dass ein Primeli, das Sie bei uns kaufen, zuvor während neun Monaten gehegt und gepflegt wurde?

Bereits im Hochsommer sähen wir die Primelisamen aus. Da es in den Gewächshäusern zu dieser Zeit zu warm ist, müssen wir die Aussaatschalen bis zur Keimung in den kühlen Arbeitsraum oder in den Keller stellen; die ideale Keimtemperatur liegt bei zirka 15 Grad Celsius.

Sommer, Herbst und Winter

Ende Juli werden die Keimlinge pikiert, und nach fünf Wochen werden sie eingetopft. Zum Anwurzeln werden sie im Gewächshaus Topf an Topf aufgestellt. Im Spätherbst werden die Töpfe zu zwei Dritteln in die Erde der Frühbeetkästen eingesenkt. Im Winter werden die Kästen mit Glas bedeckt; bei Frost kommt eine einfache oder doppelte Schicht Noppenfolie dazu.

Die grösste Gefahr während der kalten Jahreszeit besteht durch die Wintersonne nach Frostnächten, wenn sich die Pflanze zu schnell erwärmt und die Zellen platzen. Auch der Wasserhaushalt muss gut kontrolliert werden. So ist es ratsam, sie vor längerer Frostperiode gut zu giessen.

Osterzeit ist Hochsaison

Im Frühjahr wird ein Teil der Pflanzen wieder ins Gewächshaus gestellt, wo sie angetrieben werden, damit wir ab Februar verkaufsfähige Ware haben. Je nach Frühjahrstemperaturen und Sorten blühen die Primeli gestaffelt das ganze Frühjahr. Besonders um die Osterzeit werden die Primeli einzeln oder in Bepflanzungen von Gefässen verkauft.

Womit bewiesen wäre: Es stecken tatsächlich neun Monate Pflege in diesen Frühjahrsboten!

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