Byebye Kirschlorbeer, welcome Schnitthecke!

Wir haben entlang der Parkstrasse eine neue Hecke gepflanzt. Der Kirschlorbeer musste weichen – und das ist eine gute Nachricht, denn Kirschlorbeer ist für Mensch und Tier problematisch.
Von Katrin Morina

Der Kirschlorbeer muss weg: Ein Fall für unsere Abteilung Garten- und Landschaftsbau. (Foto: GSH)

Der Kirschlorbeer, eine der beliebtesten immergrünen Gartenpflanzen, breitet sich unkontrolliert im Siedlungsraum und im Wald aus. Nebst seinem invasiven Verhalten ist er aufgrund seiner blausäurehaltigen Blätter und Beeren für Mensch und Tier problematisch.

2013 wurde der Kirschlorbeer auf die schwarze Liste der invasiven Neophyten der Schweiz gesetzt. Im Rahmen der «Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten» vom 18. Mai 2016 wird nun definiert, wie mit den einzelnen Arten vorgegangen werden soll / kann. Kirschlorbeer soll möglichst mit den Wurzeln entsorgt werden. Unser Team vom Garten- Landschaftsbau schritt Anfang März entlang der Parkstrasse zur Tat.

Eine neue Hecke wird gepflanzt

Die Kirschlorbeer-Hecke hinter dem Kompostplatz wurde von einer Mitarbeitenden und zwei Lernenden des GaLa-Teams gerodet und für eine Neupflanzung vorbereitet. An diesem Standort ist der Sichtschutz, den eine Hecke bietet, optimal.

Der Entscheid bezüglich Neupflanzung fiel zugunsten einer Schnitthecke, unter Berücksichtigung des vorhandenen Platzes und der Vorschrift über Pflanzungen entlang öffentlicher Strassen. Bei der Auswahl geeigneter Pflanzen zählten nicht nur die Argumente Schnittverträglichkeit und Varietät, sondern ebenso das Kriterium «Arten der Pflanzenkenntnisliste».

Immergrün, aber leider problematisch: der Kirschlorbeer. (Foto: GSH)

Lebensraum für Vögel und Insekten

Die neue Hecke wird aus Kornelkirschen, persischen Buchen, Rot- und Blutbuchen bestehen. Neben der Einfahrt wird als Ersatz für die Hundsrose eine Apfelrose gepflanzt. Mit der neuen Mischhecke laden wir zahlreiche Nachtfalter, Insekten und Vögel ein, sich darin niederzulassen oder sich einfach etwas daran zu laben.

Der 50 Zentimeter breite Randstreifen entlang der Strasse wird von unseren StaudengärtnerInnen mit mehrjährigen Stauden bepflanzt.

Die neue Hecke bietet nicht nur einen ökologischen Mehrwert; sie ist auch etwas fürs Auge: Die leuchtende Herbstfärbung in verschiedenen Tönen wird Blicke auf sich ziehen. Wir freuen uns schon darauf!

Impressionen von den Arbeiten

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