Ökoeinsatz in Hilterfingen

Anfang September rückten die Lernenden des 1. Lehrjahrs zum alljährlichen Ökoeinsatz im Wald von Hilterfingen aus. Sie «rissen und sägten wie die Wahnsinnigen», und hier lesen Sie ihre Geschichten im Originalton!
Von den Lernenden des 1. Lehrjahrs 2017

Gruppenbild 1. Lehrjahr 2017 der Gartenbauschule Hünibach
Hochmotiviert und voller Tatendrang: die Lernenden des 1. Lehrjahrs beim Ökoeinsatz im Wald von Hilterfingen. (Foto: GSH)

Seit sich die invasiven Neophyten in der Schweiz ausgebreitet haben, wachsen auch im Wald der Gemeinde Hilterfingen nicht-einheimische Pflanzen, die unter anderem auch auf der schwarzen Liste stehen. Von diesen sind in Hilterfingen der Sommerflieder, der asiatische Staudenknöterich und die amerikanische Goldrute vertreten. Nicht-einheimische Pflanzen sind darum gefährlich, weil sie (noch) keine natürlichen Feinde haben und sich radikal verbreiten.
Nathanaël Geng und Elena Tomaske

Nieder mit dem Sommerflieder!

An einem lauen Morgen, dem 7. September, traten etwa 20 Schüler ihren steilen Weg zum Einsatzort im Wald von Hilterfingen an. Nach etwa 40 Minuten kamen sie im Basislager an. Die Sachlage war bekannt und die Aufgabe klar: Nieder mit dem Sommerflieder!
Philipp Bongni

Um acht Uhr versammelten wir uns auf dem Hauptplatz der Gärtnerei, Rucksäcke geschultert, solides Schuhwerk, dicke Arbeitskleidung. Man solle gut vorbereitet sein, wurde uns ans Herz gelegt. (War auf jeden Fall nicht verkehrt bei den ganzen Brombeeren und Brennnesseln.) Gemeinsam mit dem Forstwart des Burgerwaldes machten wir uns auf den Weg, um der violetten Plage den Garaus zu machen. Wir rissen und sägten wie die Wahnsinnigen und schafften es tatsächlich, eine Menge Sommerflieder zu roden. Der Forstwart war uns sehr dankbar. Das kann man ihm auch nicht verübeln: Mit seinem kleinen Team von drei Personen wäre er mit dieser Menge Sommerflieder für lange Zeit beschäftigt gewesen.
Autor/in: folgt!

Gruppe Lernende des 1. Lehrjahrs 2017 der Gartenbauschule Hünibach
Wohlverdiente Pause nach der strengen Arbeit. (Foto: GSH)

Mit Sägen und Macheten

Um den Sommerflieder an weiterem Ausbreiten zu hindern, mussten wir uns tief in den Wald hinein kämpfen und zum Teil auch Sägen und Macheten einsetzen, um die hartnäckigen Pflanzen zu entfernen. Auf der Fläche, die wir rodeten, gab es vor zirka drei Jahren einen Waldbrand. Seither wuchern dort nur noch Sommerflieder und Brombeeren. Der Flieder war teilweise schon etwa drei Meter hoch und hatte verholzte Stängel gebildet. Die vielen übrigen Sommerflieder-Stängel, die man von Hand ausreissen musste, zogen wir so oft wie möglich mitsamt den Wurzeln aus, damit die Pflanzen nicht wieder austreiben können.
Nathanaël Geng und Elena Tomaske

Es ist wichtig zu wissen, wie man sich für die Umwelt einsetzen kann. Angenommen, keiner würde sich für die Umwelt einsetzen, dann würden sich zum Beispiel die invasiven Neophyten unkontrolliert ausbreiten, worunter die Artenvielfalt leiden würde. Mit Händen, Baumscheren, Messern und sogar mit Sägen bekämpften den invasiven Sommerflieder im Burgerwald der Gemeide Hilterfingen. Es war ein langer und aufregender Tag, der uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Lucas

Impressionen

(Alle Fotos: GSH)

 

 

Kommentar schreiben