«Ich hatte schon immer ein Flair für Textiles»

Speziell, aber bequem: Die Kleider von Christine Ammann aus Hünibach begeistern modebewusste Frauen, die Wert auf Individualität und Qualität legen. Am Frühlingsfest präsentiert die Schneiderin ihre aktuelle Kollektion – und wir durften sie vorher schon ein bisschen ausfragen.
Von Claudia Fahlbusch

Junge Frau in einem bunten, knielangen Kleid steht in einem Raum und isst einen Apfel
Ein Stück von christin-a: Christine Ammann präsentiert ihre Mode am Frühlingsfest der GSH. (Foto: zvg)
Christine Ammann.

Christine Ammann ist Designerin und Schneiderin aus Leidenschaft. «Ich wurde in eine Schneiderfamilie hinein geboren und hatte immer schon ein Flair für Textiles», berichtet sie.

Zwei ihrer Tanten waren Schneiderinnen – doch der jungen Christine rieten sie von dem Beruf ab, weil die Verdienstmöglichkeiten nicht besonders gut waren. «Also wurde aus mir eine Arzthelferin, danach eine Handweberin und zuletzt war ich als hauswirtschaftliche Betriebsleiterin tätig», erzählt sie.

Aus Liebe zum Stoff

Die Liebe zu Stoffen blieb bestehen, und vor zehn Jahren wagte sie den Schritt in die selbstständige Tätigkeit als Schneiderin mit ihrem eigenen Label «christin-a».

An der Chartreusestrasse 26 führt sie ihr kleines Atelier, wo sie nicht nur Neues kreiert, sondern auch Bestehendes abändert und flickt – darunter die Küchenschürzen der Gartenbauschule Hünibach.

Was ist das Besondere an ihren Kollektionen? «Es sind Kleinstserien und Unikate, weich fliessende Kreationen, hauptsächlich aus Jersey. Auch Leinen verwende ich gerne.» Sie achtet wenn möglich darauf, natürliche Materialien zu verwenden, «doch schöne Stoffe in Bioqualität gibt es leider nicht an jeder Ecke».

Speziell, aber bequem und alltagstauglich

Der Grossteil ihrer Kundschaft sind Damen zwischen 40 und 70 Jahren, die Wert auf gute Handarbeit «made in Switzerland» legen. «Meine Teile sind speziell und unterstreichen die Persönlichkeit der Trägerin, aber mir ist es auch wichtig, dass sie bequem und alltagstauglich sind.»

Ihre Mode präsentiert Christine Ammann im Atelier – und demnächst am Frühlingsfest der GSH. Die Teile können an Ort und Stelle anprobiert werden; die Schneiderin nimmt auch gerne individuelle Änderungen daran vor.

Woher kommt ihre Inspiration? Hat sie ein Vorbild? «Nein, ein Vorbild gibt es nicht. Ich lasse mich unterwegs inspirieren, wenn ich zum Beispiel etwas in einem Schaufenster sehe, in der Natur oder manchmal auch im Internet. Das ist ganz verschieden.»

Bezüglich Arbeit mit Stoffen könnte sich irgendwann noch eine weitere Perspektive eröffnen: «Ich würde gerne mehr experimentell mit Textilien arbeiten, mehr bildhaft. Skulpturen gestalten oder ausprobieren, wie Kleidung im Raum wirkt – das finde ich spannend.»

Mehr dazu

Die Website von Christine Ammann und ihrem Label christin-a

Alle Infos zum Frühlingsfest

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