Wir bauen unsere Verkaufsräume um

Die Auflagen des Kantons Bern für die weitere Unterstützung der Gartenbauschule Hünibach fordern die Trennung von subventionierten und nicht subventionierten Bereichen. Davon betroffen ist auch der Verkauf. Wir bauen deshalb unsere Verkaufsräumlichkeiten geringfügig um.
Von Team GSH

Links im Bild sieht man eine Reihe Tomaten, die in die Höhe wachsen, in verschiedenen Reifegraden, grün, gelb, rot. Dahinter ist der Eingang zu einem Gewächshaus, in das gerade ein Mann hineingeht
Der Verkauf von Bio- und Demetergemüse hat in der GSH Tradition. (Foto: Béatrice Devènes)

Im Dezember 2017 beschloss der Grosse Rat des Kantons Bern die weitere Unterstützung unserer Lehrwerkstätte – allerdings mit Kürzungen und Auflagen: Wir müssen unseren Eigenfinanzierungsgrad erhöhen und müssen nicht-subventionierte von subventionierten Bereichen eindeutig trennen.

Der Verkauf wird neu organisiert

Der Verkauf von selbst kultiviertem Bio-Gemüse und Lebensmitteln im Bioladen sowie der Anbau von Gemüse gehört gemäss eidgenössicher Bildungsverordnung nicht zu einer gärtnerischen Ausbildung. Diese Bereiche werden daher vom Kanton nicht mehr subventioniert. Weiterhin Teil des Ausbildungsprogramms ist der Verkauf von Pflanzen.

Für uns heisst das, dass wir den Verkauf neu organisieren und die Räumlichkeiten trennen müssen. Im Bioladen bieten wir künftig Lebensmittel an, und der Pflanzenverkauf einschliesslich Schnittblumen zügelt ins Verkaufsgewächshaus, wo der Verkauf neu ganzjährig stattfindet. Deshalb braucht es bauliche Anpassungen, damit die Räumlichkeiten Sommer wie Winter dafür tauglich sind.

Ansicht des Verkaufsgeschäfts im Hof der Gartenbauschule Hünibach, drei Fenster mit herunter gelassenen Markisen und Topfpflanzen davor
Bioladen und Pflanzenverkauf werden getrennt. (Foto: Claudia Fahlbusch)

Lokal produziertes Demeter-Gemüse für die Kundschaft

Der Gemüsebau ist seit der Gründung Teil der Identität der Gartenbauschule. Deshalb wollen wir weiterhin Gemüse und Bio-Lebensmittel verkaufen, obwohl diese Bereiche nicht zwingend zur gärtnerischen Ausbildung gehören. Auch in Zukunft wollen wir unseren Kundinnen und Kunden lokal produziertes Gemüse in Demeter-Qualität anbieten. Und wir wollen unser Wissen über den biodynamischen Landbau an die Lernenden weitergeben.

Tatsächlich müssen wir mit empfindlichen Subventionskürzungen klar kommen: Während der Kanton im Jahr 2017 noch zwei Millionen Franken zahlte, werden es 2021 nur noch rund 1,2 Millionen Franken sein. Das entspricht einer Reduktion von vierzig Prozent. Ohne einschneidende Umstrukturierungen ist der Betrieb nicht realisierbar.

Während des Umbaus Gemüseverkauf im Hof

Bis Ende Jahr läuft unser Verkaufsbetrieb unverändert weiter. Ab Januar wird umgebaut; dann bleibt der Bioladen voraussichtlich während drei bis vier Wochen geschlossen. Selbst produziertes Demeter-Gemüse und einige Eigenprodukte werden aber weiterhin verkauft – in Selbstbedienung im Innenhof der Gartenbauschule.

Wir sehen den Veränderungen zuversichtlich entgegen: Die Umstrukturierung des Verkaufs bringt frischen Wind und einen Mehrwert, auch für unsere Kundinnen und Kunden. Wir freuen uns darauf, sie im neuen Jahr in den neu gestalteten Räumlichkeiten begrüssen zu dürfen.

Die lokalen Medien haben wir diese Woche über den Umbau und die Hintergründe informiert.

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