Geschichte

Hedwig Müller war eine Pionierin. 1934, mitten in der Wirtschaftskrise, gründete sie die Gartenbauschule Hünibach. Gemeinsam mit einer Gärtnerin bildete sie die ersten Lehrtöchter aus. Damit ermöglichte sie jungen Frauen erstmals eine Berufsausbildung, die davor nur Männern offen gestanden hatte.

Hedwig Müller war die Schwester der bekannten Jugendbuchautorin Elisabeth Müller, die wie sie in Hünibach lebte. Die Leitung der Gartenbauschule teilte sie viele Jahre mit Ruth Pfisterer und Gertrud Neuenschwander. Mehr über die Vergangenheit der Gartenbauschule erfahren Sie in diesen Dokumenten:


Meilensteine 2000 bis heute

2016

Das neue Konzept der Gartenbauschule beginnt so richtig zu starten: im August starten die ersten Lernenden mit Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau und das zweite Lehrjahr besucht erstmals die externe Berufsschule IDM in Thun.

2015

Aufgrund der Neupositionierung starten an der Gartenbauschule erstmals Gärtner-Lernende mit Fachrichtung Stauden.

2014

Die erste Floristik-Lernende beginnt ihre dreijährige EFZ-Lehre in Hünibach.

2013

Start mit verkürzten EFZ-Lehren, für junge Erwachsene mit Berufs- oder Mittelschulabschluss.

2009

Die Gartenbauschule feiert ihr 75-Jahre-Jubiläum. Nach umfangreichen Renovationsarbeiten prangt der Betrieb im neuen Kleid. Im Sommer 2009 wird die Gartenbauschule nach ISO 9001:2008 zertifiziert.

2008

Hofsanierung und Renovation des Teichs im Garten.

2007

Renovierung Haupthaus, Ausbau Laden.

2006

Neubau Gärtnerei. Die Produktion erfolgt in diesem Jahr in der gepachteten Schadaugärtnerei in Thun.

2004

Neubau Verkaufsgewächshaus.

2003

Die Stiftung beschliesst Baumassnahmen, um die gärtnerischen Gebäude den heutigen Ausbildungserfordernissen anzupassen. Sie schreibt einen Projektwettbewerb für Ausbau und Renovierung von Gärtnerei und Hauptgebäude aus.

2002

Wiederum droht Gefahr, dieses Mal in Form der «SAR-Sparmassnahmen» des Kantons Bern. Der Schule sollen die Ausbildungssubventionen gestrichen werden. Mit vereinten Kräften und Blick nach vorne kann auch diese Hürde gemeistert werden.

2001

Renovation der Küche und Anschaffung einer Spülmaschine.

2000

Eine Leistungsvereinbarung und der Übertragungsvertrag mit dem Kanton Bern werden abgeschlossen.






 


Meilensteine 1934–1999

1999

Die Schule soll dem 8. Sparpaket des Kantons Bern zum Opfer fallen. Dank grossartiger Unterstützung von allen Seiten wird sie gerettet. Die Anbauflächen Aebnit in Oberhofen und Erlengut in Steffisburg werden gepachtet und ersetzen die auslaufende Pacht im Bonstettengut.

1997

Die Gartenbauschule Hünibach gerät in Finanznot, die Schule wird provisorisch vom Kanton geführt.

1995/96

Umbau im Haupthaus. Die Zimmer werden renoviert, die Büros neu eingerichtet und die sanitären Anlagen erneuert. Im Dachstock entsteht ein zweites Klassenzimmer. Ein Projekt zur Erweiterung der Gartenbauschule im Bonstettengut wird in Angriff genommen; die Gartenbauschule pachtet Flächen im Bonstettengut.

1993

Anfang der neunziger Jahre gerät die Schule in eine Krise. Es sind nur noch neun Lehrtöchter an der Schule. Die Gärtnerinnenschule bekommt einen neuen Namen: Gartenbauschule Hünibach. Erstmals können auch junge Männer ausgebildet werden.

1987/88

Die Schule wird umgebaut. Das Klassenzimmer wird erweitert und das Esszimmer unterkellert. Dort werden Garderoben und Heizung untergebracht. In der ehemaligen Kutschengarage wird ein einfacher Verkaufsraum eingerichtet.

1985

Kauf des Seefeldes, eines Stück Lands, das vom Thunersee nur durch eine Hecke und den Spazierweg getrennt ist. Viele Ehemalige unterstützen mit dem symbolischen Kauf eines Quadratmeters den Erwerb. Die Gemeinde Hilterfingen stellt ein zinsloses Darlehen zur Verfügung.

1984

Grosses Fest in der Turnhalle Hünibach: Es werden 50 Jahre Gärtnerinnenschule Hünibach gefeiert. Dabei werden 353 Teller für die Gäste gerichtet und serviert.

1983

Gründerin Hedwig Müller stirbt.

1978

Kantonale Anerkennung und Subventionierung als Ausbildungsbetrieb. Der erste voll entlöhnte Allgemeinbildungslehrer Fritz Kiener wird angestellt.

1967

Einbau der Zentralheizung. Endlich gibt es fliessendes Warmwasser in den Badezimmern, und die Holzöfen in den Zimmern haben ausgedient.

1964

Neubau der Gärtnerei. Die Anlagen bleiben bis 2006 im Einsatz!

1956

Kauf des Postfeldes, auf dem bis heute wunderbare Gemüse in Mischkultur produziert werden.

1944

Anbau des östlichen Quertraktes. Ein Büro und weitere Internatszimmer entstehen.

1943

Kauf der seit Beginn gepachteten Liegenschaft «Chartreuse»; der Ausbildungsbetrieb wird weiter ausgebaut.

1935

Gertrud Neuenschwander und Ruth Pfisterer kommen dazu. Die drei Frauen leiten die Schule bis in die achtziger Jahre erfolgreich gemeinsam.

1934

Hedwig Müller gründet am 1. März 1934 die Gartenbauschule Hünibach.