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Lageplan

Gartenbauschule Hünibach
Chartreusestrasse 7
3626 Hünibach

Anreise

PW: Autobahnausfahrt Thun Nord, weiter in Richtung Gunten bis Hünibach. In der Chartreusestrasse links abbiegen. Wenige Parkplätze sind vorhanden.

ÖV: Bus Linie 21 ab Bahnhof Thun Richtung Oberhofen/Interlaken bis Haltestelle Hünibach Chartreuse. Fahrplan via SBB.ch


Was hilft gegen Trauermücken?

Trauermücken sind winzige Zweiflügler, ähnlich den Fruchtfliegen. In der Natur sind sie nützlich, aber für Zimmerpflanzen sind sie schädlich. Was hilft gegen das Gewimmel im Blumentopf?

von Thomas Zillig

Klebefallen gegen Trauermücken

Vielen Hobbygärtnern und Freunden von Zimmerpflanzen ist das Problem der Trauermücken bekannt. Ein frisch gepflanzter Setzling will nicht so richtig wachsen oder eine Zimmerpflanze beginnt nach dem Umtopfen zu welken. Die unsichtbare Gefahr in der Erde hat sich bereits zu schaffen gemacht und als Folge davon fliegen ein paar Tage oder Wochen später auch noch hunderte lästiger Mücken um die Pflanze herum. Insbesondere beim Einsatz von Bio-Erde besteht die Gefahr von Trauermücken, da diese mit ihrem hohen Anteil an schnell abbaubarer organischer Substanz ein idealer Nährboden für die Larven bildet.

Kurzes Leben für die Fortpflanzung

Gemäss Wikipedia ist die Trauermücke eine Familie der Zweiflügler (Diptera) und gehört zur Unterordnung der Mücken (Nematocera). Allein in Europa sind mehr als 600 Arten der Trauermücke bekannt. Ihren deutschen Namen verdanken sie der dunklen Körperverfärbung und den dunkel getrübten Flügeln.

Ihr kurzes, rund fünftägiges Leben widmen sie in erster Linie der Vermehrung. Das Weibchen legt bis zu 200 Eier in feuchten Erdboden. Nach etwa fünf Tagen schlüpfen die Larven. Nach zirka zwei Wochen verpuppen sie sich, und etwa vier Tage später fliegen sie als Trauermücken davon.

Nützling und Schädling zugleich

Die Larven der Trauermücken haben in der Natur die wichtige Aufgabe, organisches Material in kleinere Bestandteile zu zerlegen. Im Gewächshaus oder im Topf einer Zimmerpflanze richten die Larven allerdings grossen Schaden an. Die Larven greifen die Wurzeln der Pflanzen an und verursachen dadurch ein Abwelken oder sogar ein Absterben der Pflanze. Bei kleinerem Befall wird das Wachstum der Pflanze stark verlangsamt. Als Begleiterscheinung sind befallene Pflanzen anfälliger auf Schadpilze und Insekten.

Für die Bekämpfung der Larven stehen verschiedene biologische Schädlingsbekämpfungsmittel zur Verfügung. Die Gartenbauschule setzt hier beispielsweise auf Solbac, ein Produkt mit Toxinen einer Bazille (Bacillus Thuringiensis Israelensis). Dieses gelangt durch die Nahrungsaufnahme in den Darm der Larven und verhindert dort die Nährstoffaufnahme. Innert 24 Stunden sterben die Larven ab. Solbac kann auch in Regenwassertonnen gegen Stechmückenlarven eingesetzt werden. Ist eine Pflanze oder Kultur sehr stark mit Trauermücken befallen, wird Solbac kombiniert mit Traunem angewendet. Traunem wird aus Nematoden (Fadenwürmern) und Bakterien hergestellt.

Der Trick mit den weissen Steinchen

Die ausgewachsenen Trauermücken hingegen sind für die Pflanzen harmlos und höchstens für die Menschen lästig. Die Gartenbauschule rückt ihnen in den Gewächshäusern in der Regel mit auffälligen gelben Klebefallen zu Leibe. Da die Mücken ihre Eier bevorzugt in feuchte Erde legen, gibt es auch Methoden, um dies zu unterbinden. So kann die Erde der Zimmerpflanze beispielsweise mit weissen Steinchen bedeckt werden. Die Mücken erhalten dadurch den Eindruck, der Topf sei ausgetrocknet.

Weitere Informationen zur Bekämpfung von Trauermücken erhalten Sie von unseren Mitarbeitenden in Hünibach oder finden Sie beim Anbieter von biologischem Pflanzenschutz Andermatt Biogarten. Viele der angebotenen Produkte können Sie auch bei uns in Hünibach beziehen. Wir beraten Sie gerne.